24. November 2020

Transport vom Kajak

WIE man sein Kajak von A nach B transportiert, hängt natürlich vom Kajak Typ ab d.h.  maßgebend wird Länge und Gewicht sein, sowie der Fahrzeugtyp. Viele SOTs lassen sich bequem auf dem Autodach transportieren. Etwas überstehende Dachgepäckträger *erleichtern einem das „aufs Autodach wuchten“, indem man die eine Seite darauf ablegt und das Kajak dann komplett auf das Dach schiebt.

Hat man aber wie ich z.B. einen ganz normalen Dachträger auf dem Auto, dann ist auch das kein Problem.

Das Kajak wird einfach von hinten auf das Auto geschoben. Ein gummierter Fußabstreifer für 10 Euro dient dabei als Schutz zwischen Autodach und Kajak. Sobald das Yak aufliegt, kann es auf die entsprechenden Halter* ( Thule 874 ) aufgelegt werden. Das alles ist ohne viel Kraftaufwand möglich. Ebenso geht das Abladen..  die Zurrgurte werden gelöst, das Yak ein wenig nach hinten gezogen und mit dem Heck am Boden abgelegt. Anschließend nimmt man es an der Bugschlaufe und zieht es links oder rechts je nach Platzverhälnissen auf die Seite. Schon hat man das Kajak vom Dach abgeladen.

Tausendmal probiert und nix passiert 🙂

Mein Kajak das Ultimate FX13 Propel mit seinen 411cm liegt sehr gut auf den Thule Trägern auf.

Zum Festzurren verwende ich ebenfalls von Thule zwei Stück Spanngurte*. Diese sind völlig ausreichend um das Yak auf dem Dach bzw. dem Träger zu halten.

Über die Wintermonate wird der komplette Dachträger abgebaut und in der Garage gelagert.

Ganz am Anfang probierte ich einige aus, wie man das Kajak ohne viel extra Zubehör aufladen kann. Im Netz habe ich später auch zahlreiche Videos gesehen mit den verschiedensten Lösungen.

Zuerst kamen bei mir kleinere Sitzkissen zum Einsatz und auch eine Halterung mit Saugnäpfen wurde getestet. Am Ende viel zu umständlich und gar nicht nötig. Wie oben erwähnt tut es eine einfache Gummimatte.

Sobald das Kajak von der Garagendecke heruntergekurbelt ist, werden die Reifen vom Landing Gear montiert.

In der Zwischenzeit dauert das Aufladen auf das Dach und das Festzurren maximal 10 Minuten. Für mich ist das aktuell die beste Methode.  Ob das auch mit einem Hobie Kajak oder anderen Kajaktypen so funktioniert, kann ich nicht beurteilen. Zumindest bei einem Native Slayer Max 12.5  funktioniert es ebenso spielend. Bei dem neuen Titan dagegen wird es bei dem hohen Eigengewicht schon schwieriger.

 

Beim Ablade- bzw. Auflade Prozedere wird das Kajak einfach soweit auf das Dach geschoben, dass die Reifen vom Landing Dear montiert werden können. Ein kleiner Rest Schaumstoffmatte welche per Gepäckspanner umgeschnallt wird, dient zum Schutz für das Heckruder.  Danach schiebt man beim Abladen das Kajak einfach nach hinten weg und zwar soweit, dass die Bugspitze vom Yak oben am Heckschutz des Kofferraums aufliegt. Nach hinten kann das Kajak nicht wegrutschen, da der Schaumstoff am Ende zusätzlich einen Halt gibt.

In diesem Zusammenhang möchte ich aber auch darauf hinweisen, dass bei meinem Fahrzeug sich die Antenne vorne befindet d.h. bei vielen Autos ist die Antenne auch mittels Sockelantenne am hinteren Dachteil vom Auto befestigt, da wird es dann schon schwieriger !

Wie auf dem Bild zu sehen ist, liegt das Boot hinten am Heck am Boden auf und der Bug liegt noch auf der Matte am Autodach. Mir ist in zwei Jahren bisweilen das Kajak noch nie abgerutscht oder umgekippt. Nun nimmt man das Kajak vorne an der Bugschlaufe und dreht es nach links oder rechts zur Seite weg, schon ist das Boot vom Dach !

 

Das alles geht sehr spielend und einfach. In einer Folge meiner Angelausflüge kann man dies auch noch einmal sehen. ( Video YouTube )

Auch ein sehr wichtiger Punkt was man beim Transport auf dem Dach berücksichtigen sollte, ist die Dachlast ! Diese sollte man von seinem Fahrzeug kennen bzw. bei seinem Hersteller erfragen oder bei der nächsten Fachwerkstatt. Ebenso die maximale Belastung des Trägers selbst !

Am Ende noch ein paar Tipps:

Niemals Spanngurte mit Ratsche verwenden ! Hochwertige Spanngurte mit einer Klemme reichen völlig aus. Bei einer Ratsche kann zuviel Zug ausgeübt werden, was den Rumpf des Kajaks beschädigen kann.

Thema Diebstahlschutz. Für Kajakfreaks die ihr Boot auch vor Diebstahl absichern wollen, sei gesagt dass es wohl keine hundertprozentige Diebstahlsicherung gibt. Man kann es allerdings der kriminellen Fraktion etwas erschweren, indem man qualitative Schlaufenkabel in Verbindung mit einem guten Vorhängeschloss das ganze absichert.  Dabei führt man das Kabel durch die Trageschlaufen vom Boot sofern diese am Kajak vorhanden sind oder nutzt z.B. wie beim Hobie Kajak den Schacht vom Antrieb bzw. die beiden Löcher wo der Transportwagen eingesteckt wird. Bei anderen Kajaks können aber auch andere Ösen nützlich sein, das Schlaufenkabel ist ja recht flexibel in der Hinsicht.

 

Gute Qualität bieten hier z.B. die ABUS Kabel*

 

 

 

 

Als gute Ergänzung können auch sogenannte Alarmschlösser* Diebe aufgrund des extrem lauten Warntons (90db+) abschrecken. Versucht man das Schloss zu beschädigen oder den Draht zu kappen, ertönt ein schriller Alarmton und weckt Aufmerksamkeit in näheren Umfeld.

 

 

Alternativ zu den oberen Beispielen kann evtl. auch ein altes ausgedientes Handy große Dienste leisten ! In meinen Augen der beste Diebstahlschutz gerade wenn das Kajak irgendwo lagert oder längerer Zeit unbeobachtet bleibt.

Wie das ganze funktionert kann man hier in einem kleinen Video sehen: Das Alarmhandy für Dein Kajak

Für  mich persönlich aber einer der wichtigsten Punkte zum Thema Kajak Transport ist die Geschwindigkeit mit der man auf der Straße unterwegs ist.  Hier sollten man nicht zum James Bond werden und lieber langsamer unterwegs sein. Das Kajak auf dem Autodach bietet eine enorme Angriffsfläche für den Wind. Hier wirken mitunter große Käfte !

Meine Devise.. lieber sicher zum Spot kommen als das Kajak in der Luft wegfliegen zu sehen.. Max. Geschwindigkeit 90km/h.. besser 80 km/h !  🙂

Noch Fragen zu diesem Thema? Dann schickt mir doch einfach eine Mail: info@yakspirit.de

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